ASB-Ortsverband Bad Emstal  
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Vorstellung
 

Wir – der Arbeiter Samariter Bund Bad Emstal – im Landkreis Kassel

 

1946           Wiedergründung des ASB in Hannover

1958           Der Samariter-Gedanke wurde im Jahr 1958 von Kassel nach Balhorn getragen. Einige Arbeiter in einem Kasseler Großbetrieb, "angesteckt" von ihren Kasseler Kollegen, die bereits dort im ASB aktiv waren, veranlaßten aus dem Selbsthilfegedanken heraus, dass im März 1958 in der damaligen Balhorner Grundschule ein Erste-Hilfe-Kurs stattfand. An diesem Erste-Hilfe-Kurs nahmen etwa 20 Personen teil. Unmittelbar im Anschluß daran entschlossen sich die Kursteilnehmer zur Gründung einer eigenen Kolonne des ASB in BaIhorn, dem heutigen Ortsverband Bad Emstal.
In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit im wesentlichen im Sanitätsdienst, in der Ausbildung und im Katastrophenschutz.

 

Entwicklung:

 

1972           Der erste Dienst unserer Abteilung begann am 1.1.1972. Ein gebrauchter Krankenwagen wurde beschafft und dieser zunächst ehrenamtlich rund um die Uhr besetzt. Die Anfänge des Krankentransportes waren sehr bescheiden, und es waren wöchentlich nur etwa zwei bis drei Einsätze durchzuführen. Die Unfallstation war in der Königsstraße Nr. 23 in einem einzigen Raum untergebracht. Im Laufe der Zeit wurde das Aufkommen im Krankentransport ständig größer, so dass es erforderlich war, bereits im Herbst 1972 den ersten Zivildienstleistenden für den Tagdienst im Krankentransport einzusetzen. Der erste Umzug in eine neue Unfallwache begann am 1.12.1972 in den  Vogelsberg Nr. 1.
In den 70er Jahren wurden die Patienten meist sehr spät eingewiesen. Selten fand zwischen Rettungsdienstpersonal und dem Hausarzt eine
Übergabe statt. Auf dem flachen Land gab es kein Notarztsystem. Die Freiwilligen Feuerwehren hatten noch keine Rettungsscheren.
In der Presse gab es einen "Standardspruch", der heute Gott sei Dank verschwunden ist: "Auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben"

 

1982           In diesem Jahr ließ sich Wolfgang Dort als praktischer Arzt in Bad Emstal nieder.
- Er bildete uns regelmäßig an Fortbildungsabenden aus, somit bekamen wir durch die ärztliche Fortbildung eine qualifizierte Ausbildung.
- Wir waren von Anfang an "das Rettungsteam"!
- Ein eigenes Notarztsystem wurde ins Leben gerufen.
In dieser Zeit brauchte der Rettungsdienst in der BRD die Lobby der Ärzte, die den Mißstand erkannten und sich uneigennützig für diese Sache engagierten.
Nachdem der ASB am 15.4.1980 in die Fritzlarer Straße Nr. 1 gezogen war, traf der Vorstand 1989 die Entscheidung, das Objekt Im Tor 10, unsere
heutige Dienststelle, zu erwerben. Nach erfolgtem Umbau konnte die neue Dienststelle dann im Juli 1992 bezogen werden.
Durch das katastrophale Hochwasser am 31.7.1992 entstand jedoch ein solcher Schaden, dass die geplante Einweihungsfeier am 16.8.1992 abgesagt werden mußte und erst ein Jahr später nach Beseitigung sämtlicher Schäden erfolgen konnte.

 

1991           Die Ortsverbände ASB Bad Emstal, ASB Habichtswald, der Kreisverband des DRK Wolfhagen sowie das Kreiskrankenhaus Wolfhagen bilden seit dem 1.10.1991 eine Arbeitsgemeinschaft -NEF Wolfhager-Land-. Die notärztliche Versorgung wurde ab sofort werktags in der Zeit von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr vom Kreiskrankenhaus Wolfhagen sichergestellt. Die Sicherstellung der notärztlichen Versorgung in der Zeit von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr übernahmen 20 Notärzte abwechselnd mit den Rettungswachen
Bad Emstal, Habichtswald und Wolfhagen.

 

1992           Inkrafttreten des Hessischen Rettungsdienstgesetzes

 

         -Flächendeckende Notarztsysteme

         -Festlegung der Ausstattung der Fahrzeuge

         -Festlegung der Ausstattung der Dienststellen

         -Festlegung der Qualifikation des Personals

         -Anerkennung des Berufsbildes "Rettungsassistent"

         -Steuerung sämtlicher Einsätze über Leitfunkstellen

 

1995           Am 1.5.1995 wird bundesweit der dritte RTW auf Shelter-Basis in Bad Emstal in Dienst gestellt. Sehr bald stellt sich heraus, dass diese mutige Entscheidung bei Patienten und Mitarbeitern nur positive Resonanz findet. Das hervorragende Platzangebot im Patientenraum
sowie den sehr guten Fahrkomfort, durch einen Tiefbettrahmen und
Luftfederung, sind bis heute nicht mehr wegzudenken.

 

1996           Der Vorstand beschließt in seiner Klausurtagung am 2.3.1996:

 

1.      Steigerung des Ausbildungsstandes für alle, langsam und ohne Verlust der Ehrenamtlichkeit

2.      Weiterarbeit mit ZDL's im Rettungsdienst, strukturierte Einarbei-
tung durch hauptamtliche Mitarbeiter an Ausbildungstagen

3.      Schaffung eines Trainingsraumes

4.      Ehrenamtlichen die Möglichkeit zu geben, mit den Hauptamtlichen im Team weiter zu arbeiten

 

1997           Die nordhessischen Ortsverbände bildeten am 1.3.1997 gemeinsam eine Schnell-Einsatz-Gruppe-Transport. Der ASB Bad Emstal stellt täglich in der Zeit von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr einen RTW zur Verfügung.

                   Der Rettungswagen hat eine Vorlaufzeit von 20 Minuten.
Die Idee der Ortsverbände ist, vorhandene Rettungsmittel sowie vorhandene personelle Ressourcen bei Großschadensereignissen der Leitfunkstelle Kassel im Bedarfsfall zur Verfügung zu stellen.

 

2000           Am 20.10.2000 stellt der ehemalige Zivildienstleistende Jens Fischer seinen Film "Der erste Tag" in einer Weltpremiere dem Publikum vor. Ca. 120 geladene Gäste folgen der Einladung in das Kino Wolfhagen. Der Film erzählt die Geschichte eines Zivildienstleistenden am ersten Tag nach seiner Ausbildung im Rettungsdienst des ASB Bad Emstal.

 

2001          Die nordhessischen Ortsverbände stellen ergänzend zu den spärlich
vorhandenen Katastrophenschutzfahrzeugen ab dem 1.9.2001 ihre Rettungsmittelressourcen dem Landkreis für den Katastrophenfall zur Verfügung. Der ASB Bad Emstal stellt täglich über 24h das Modul Führung sowie einen RTW zur Verfügung.
Schon im folgenden Jahr bestätigt sich unsere Strategie, Rettungsmittel aktueller Generation in den Katastrophenschutz einzubinden. Zum Jahrhunderthochwasser im Großraum Dresden werden unsere Kapazitäten erfolgreich eingesetzt.



2002          Das gesamte Team des Rettungsdiensts des ASB Bad Emstal hat sich in den letzten Jahren intensiv mit den Anforderungen eines Qualitätsmanagements auseinandergesetzt.
Der ASB orientiert sich hier an der weltweit anerkannten und geschätzten Norm „DIN EN ISO 9001:2000“.
Im Herbst des Kalenderjahres 2002 erreicht der ASB Bad Emstal die Zertifizierung.
Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden alle Prüfungen der auditierenden Stellen stets mit guten bis sehr guten Ergebnissen bestanden.

2005          Geprägt durch das Qualitätsmanagementsystem strebt die Abteilung Rettungsdienst nach immer besseren Leistungen. Wir etablieren eine Jahresfortbildungsmeile und beschaffen ein modernes Simulationsphantom zur Ausbildung. Mit diesem Angebot und den besonderen Ressourcen sind wir in der Lage, unsere Fortbildung auf höchstem Niveau zu betreiben. Immer auf das Ziel gerichtet, unseren Kunden eine optimale Leistung nach aktuellen medizinischen Standards zu bieten.


2006          Ein sehr ereignisreiches Jahr!
Erstmals in der Geschichte des ASB Bad Emstal wird unser Team mit einer Mitarbeiterin erweitert, die ein freiwilliges soziales Jahr absolviert.
Der ASB Landesverband Hessen stellt landesweit eine einheitliche Dienstkleidung zur Verfügung die den aktuell geltenden normativen Anforderungen entspricht und somit auch als Teil der persönlichen Schutzausrüstung der Rettungsdienstmitarbeiter gilt.
Weiterhin investieren wir in neue Ressourcen.
Die Rettungsmittelgarage wird umgebaut.
Direkt in Angrenzung an den Standort des 24h besetzten Rettungswagens findet man jetzt:
- ein Helm- und Wäschelager
- einen Reinigungsraum mit einem neuen Reinigungswagen
- ein Sauerstofflager
- ein Lager für Medikamente und Verbrauchsmaterial
- sowie einen Desinfektionsraum
Auf die Einsatznachbereitung ist diese Anordnung perfekt abgestimmt und führt somit zur Prozessoptimierung.
Zudem errichten wir ein neu organisiertes und verwaltetes Katastrophenschutzlager um im Einsatzfall alle erforderlichen Ressourcen in gut strukturierter Ablauforganisation bereitstellen zu können.
Die Beschaffung eines Notstromaggregates inkl. eines zentralen Hausanschlusses garantiert auch bei Stromausfall das Funktionieren aller Einrichtungen an unserem Standort!
Der ASB Bad Emstal stellt zur Weltmeisterschaft für die Sicherstellung des Rettungsdienstes in Frankfurt am Main einen Rettungswagen inkl. Besatzung zur Verfügung!


2007          Die Regionalisierung in Nordhessen schreitet voran.
In Nordhessen erbringt der ASB an 8 Standorten seine rettungsdienstlichen Leistungen. Die einzelnen Gliederungen werden zukünftig vernetzter arbeiten und das gemeinsame Know-how bündeln. Dieses Ziel wird durch Entwicklung eines gemeinsamen Qualitätsmanagement gefördert.


                  Der Rettungsdienst des ASB Bad Emstal verfügt über:

        - 3 RTW`s (ein Ersatzfahrzeug für Nordhessen)

         - 2 NEF`s (ein Ersatzfahrzeug für Nordhessen)

         - 8 hauptamtliche Rettungsassistenten

         - 2 hauptamtliche Rettungssanitäter

         - 1 Zivildienstleistender und eine Mitarbeiterin im FSJ

         - 20 ehrenamtliche Mitarbeiter im Rettungsdienst, SEG und Katastrophenschutz

 

Schlusswort:

Am Werdegang unseres Ortsverbandes ist zu erkennen, dass unserer Strukturen aus dem Bereich der Breitenausbildung und des Krankentransportes sowie Rettungsdienstes wuchsen. Heute betreiben wir jedoch viele Dienstleistungsbereiche erfolgreich seit mehreren Jahrzehnten. Hierzu zählen:

 

·        Notfallrettung

·        Krankentransport

·        Sanitätsdienst

·        Schnelleinsatzgruppen

·        Katastrophenschutz

·        Aus- und Fortbildung Rettungsdienst

·        Qualitätsmanagement

·        Ambulante Pflege

·        Sozialstation

·        Mobile soziale Dienste

·        Offene Altenhilfe

·        Behindertenfahrdienst

·        Essen auf Rädern

·        Hausnotruf

·        Breitenausbildung

·        Beratungsstelle für Senioren

·        Arbeiter Samariter Jugend

·        Seniorenhilfe

·        Asylantenbetreuung

 

Nähere Informationen finden Sie im Bereich „Leistungen“.
Gerne senden wir Ihnen eine Power-Point Präsentation unseres Ortsverbandes zu.

 


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© Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen e.V. - Regionalverband Kassel-Nordhessen - Standort Bad Emstal • Tel. 05625/99990 • E-Mail: mail@asb-bad-emstal.de

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